Dienstag, 03 Januar 2017 10:08

Frieden bringt kein Geld - Krieg schon!

 

Was wünschen sich die meisten Menschen im neuen Jahr? 2016 war ein „Kriegsjahr“: Immer neue kriegerische Auseinandersetzungen, von Libyen bis Afghanistan. Dazu die Ukraine-Krise, der Syrien-Konflikt, die Russland-Sanktionen und die NATO-Aufrüstung in Osteuropa. Sie alle hielten die unheimliche, gigantische US-Kriegsmaschinerie am Laufen und füllten deren Kassen, brachten aber die Welt an den Rand eines dritten Weltkrieges. Leider stimmt die alte Wahrheit immer noch: Frieden bringt kein Geld, aber Kriege schon! Es ist deshalb höchste Zeit für einen Neubeginn. Weg von einer weiteren, militärischen Aufrüstung und weg von Kriegshysterie und Säbelrasseln. Die Menschen möchten in Frieden miteinander leben und wünschen sich endlich ein zurück zur Normalität.

Eine besondere Bedeutung haben für mich die Kriegsrhetorik des Westens, die militärische Aufrüstung der NATO in Osteuropa sowie die Sanktionen gegen Russland. Warum? Dank der Tatsache, dass ich schon in der Schule die russische Sprache erlernte bin ich in der Lage, die Hysterie gegen Russland zu verfolgen und einzuschätzen. Ich stelle fest: Russland und seine Regierung wird vielfach falsch dargestellt und gezielt schlecht gemacht. Ich sage das ganz bewusst, denn ich hätte als „Kind der ehemaligen CSSR“ allen Grund, die Hype gegen Russland mitzumachen. Aber das heutige Russland ist nicht mehr die alte Sowjetunion und die Situation ist heute ganz anders! Das Ziel des Westens muss darin liegen, mit der Kriegstreiberei und den schädlichen Sanktionen gegen Russland aufzuhören und wieder den Weg der Normalität einzuschlagen.

Dazu will ich auch einen Beitrag leisten und ich reichte deshalb in der letzten Session zwei entsprechende Motionen im Nationalrat ein mit dem Ziel, die Beziehungen mit Russland zu verbessern. Das Echo darauf war sehr gross und reichte bis nach Moskau... Es erreichten mich Briefe und E-Mails aus der ganzen Schweiz,- fast ausschliesslich mit positivem Inhalt und dem Tenor: Endlich hat jemand den Mut, die Dinge beim Namen zu nennen und etwas für Frieden und Verständigung zu tun! Ich werde mich auch weiterhin bei jeder Gelegenheit für dieses Thema einsetzen.

Mit meiner Kritik an den Russland-Sanktionen bin ich nicht allein. Sie sind ein Zeichen von Schwäche und Hilflosigkeit, bringen in der Sache gar nichts, schaden aber dem Westen wirtschaftlich enorm. Dazu steigt die Gefahr einer militärischen Eskalation. Deshalb sehen immer mehr Menschen ein, dass Krieg kein Zustand ist, den wir anstreben. Es braucht Stimmen der Vernunft und diese gibt es zum Glück! Hier sind einige:

Am Ende der slowakischen EU-Ratspräsidentschaft 2016 sagte Premierminister ROBERT FICO, dass die Sanktionen gegen Russland absolut erfolglos und in der Sache schädlich wären. Wörtlich sagte er: „Einerseits sagen wir, dass Streitigkeiten mittels Dialog gelöst werden müssen, andererseits können wir selbst diesen Dialog mit Russland nicht führen“. Die anderen VISEGARD-Staaten sind ebenfalls grösstenteils gegen Russland-Sanktionen.

Auch das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Genf ist für den Abbau der Sanktionen und für einen Neustart der Beziehungen zu Russland. Der WEF- Direktor - ehemaliger FDP-Vorsitzender und Vizekanzler - PHILIPP RÖSLER sagte auch, die dauerhafte Verständigung mit Russland sei Sache der Europäer und nicht der Amerikaner. Hier sehe man ein grosses Versäumnis.

Eine ganz wichtige Rolle spielt dieses Jahr Österreich. Das Land übernimmt den OSZE-Vorsitz und ist ebenfalls für eine Lockerung der Sanktionen. Aussenminister SEBASTIAN KURZ will auf Russland zugehen. Er sprach von einer notwendigen Umkehr und sagte im Interview: „Wir müssen wieder Vertrauen aufbauen und bei den Sanktionen weg von einem System der Bestrafung zu einem System des Ansporns“. Weiter versprach KURZ, er wolle das Vertrauen zwischen dem Westen und Russland wiederherstellen.

Eine echte Änderung geschieht am 20. Januar, wenn der gewählte US- Präsident DONALD TRUMP sein Amt antritt. Man kann ihn mögen oder nicht, aber mit ihm als Präsident wird sich in der Welt einiges ändern. Er hat bereits angekündigt, dass die USA aufhören müssten, immer neue Kriege zu inszenieren und gewählte Regierungen zu stürzen. Er ist deshalb der grosse Hoffnungsträger für die Welt! Auch die Situation mit Russland will er schnell klären. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass DONALD TRUMP die verhängten Sanktionen gegen Russland aufhebt und in den Beziehungen der beiden Länder wieder Normalität einkehren lässt. Wirtschaftlich, politisch und kulturell. So können wir doch hoffnungsvoll und optimistisch dem neuen Jahr entgegensehen!

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Freitag, 28 Oktober 2016 17:30

Die Krux mit dem Wohneigentum...

Wenn Gespräche oder Beratungen in Sachen Wohneigentum laufen, tauchen vor mir Bilder aus der Jugendzeit auf. Ich hatte das Glück, in einem kleinen Dorf in der Nähe von Bratislava (damalige CSSR) aufzuwachsen.

Ich kannte dort keine Kinder, die nicht im eigenen Haus der Eltern lebten und aufwuchsen. Mietwohnungen gab es praktisch nur in den Städten! Sogar einige Roma-Familien, welche in unserem Dorf wohnten, hatten ein eigenes Haus. Vielleicht entsprachen diese Häuser nicht ganz dem „westlichen Standard“ oder waren z.B. nicht verputzt. Aber trotzdem war man stolz auf das eigene Dach über dem Kopf.

Es war selbstverständlich, dass eine erwachsene Person ein eigenes Haus baute. Jede freie Stunde wurde dazu genutzt. Man hat gebaut, renoviert und verschönert. Wohneigentum war wichtig: Das eigene Haus, die Burg... Bei einem Hausbau halfen dann alle Freunde, Nachbarn und Familienmitglieder. Es gab darunter immer Maurer, Elektriker, Fliesenleger oder andere nützliche Handwerker. Und wer keinen Beruf in der Baubranche hatte half einfach dort, wo es nötig war.

Natürlich dauerte der Bau eines Hauses länger, bis es bezogen werden konnte. Dafür wurde aber vor allem mit Herzblut und Freude gearbeitet. Statt in die Ferien zu fahren half man anderen beim Hausbau. Ein so erbautes Eigenheim war sehr kostengünstig und ermöglichte auch jungen Menschen mit einem kleinen Geldbeutel ihren Traum vom eigenen Haus zu verwirklichen.

Als ich in die Schweiz kam wunderte ich mich, hier ein „Volk von Mietern“ vorzufinden. In meiner Vorstellung erwartete ich viel mehr Hauseigentümer. Sicher spielen dabei u.a. die hohen Grundstücks- Wohnungs- und Eigenheimpreise eine grosse Rolle. Aber diejenigen, welche sich ein eigenes Heim in der Schweiz erarbeiten, werden dafür nicht belohnt, sondern mit dem Eigenmietwert bestraft. Für mich eine skurrile Situation!

Ich staune auch immer wieder, wie hier von gewissen Kreisen versucht wird, Wohneigentum zu erschweren oder gar zu verunmöglichen. Man will aber in der Schweiz nicht, dass Wohnen für alle immer teurerer oder sogar letztlich zum Luxus wird. Deshalb erteilte das Volk der Initiative „Grüne Wirtschaft“ eine deutliche Abfuhr.

Auch der Eigenmietwert ist beim Erwerb von Wohneigentum ein störendes Handicap. Aber nun werden am 10. November in Bern rund 100'000 Unterschriften für eine Petition eingereicht: „Eigenmietwert abschaffen“. Deshalb: Auf nach Bern! Wir treffen uns alle am 10. November um 10.00 Uhr auf dem Bundesplatz!

Veröffentlicht in der Zeitung des "SCHWEIZ. HAUSEIGENTÜMER-VERBANDES" Nr. 19

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