Archiv von Yvette Estermann

  

Wer sind die Luzerner „Herrgottskanoniere?“ Mit 436 Jahren lückenloser Geschichte, ist die „Bruderschaft der Luzerner Herrgottskanoniere“, die älteste Vereinigung der Schweiz und im UNESCO-Verzeichnis als gelebte Tradition aufgeführt. Die Vereinigung - geleitet von Kommandant, Oblt. BERNHARD BLÄTTLER - entstand in der Zeit der Reformation und Gegenreformation mit dem Ziel, Gott und insbesondere die Eucharistie zu ehren.

Im Mittelpunkt steht dabei das Fronleichnamsfest. Bereits am Vortag organisieren die historisch gekleideten Kanoniere einen Umzug mit Pferden und Tambouren durch die Stadt Luzern. Die Feldkanonen werden jeweils von sechs Pferden gezogen. Nach einem Platzkonzert der Feldmusik Luzern, erfolgt Punkt 18.00 Uhr auf dem Kornmarkt die Fahnenübernahme der rund 50 Offiziere und Unteroffiziere. Dann bewegt sich der Auszug durch die Altstadt und über die St.Karli-Brücke mit dem Ziel: Luzerns Hausberg Gütsch. Um 20.00 Uhr erfolgt das Salutschiessen.

Am Fronleichnamstag feuern die Kanoniere bereits am Morgen um 07.00 Uhr auf dem Gütsch, 12 Salut- und Böllerschüsse ab und erweisen damit dem Allerhöchsten ihre Referenz. Geschossen wird mit drei historischen Kanonen, nach strengen, militärischen Regeln. Anschliessend zelebriert der „Stuckipfarrer“ einen traditionellen Feldgottesdienst. Um 09.00 Uhr beginnt in der Franziskanerkirche die Eucharistiefeier. Und die festliche Prozession – in der Mitte der Pfarrer mit seiner goldenen Monstranz - bewegt sich durch die Altstadt von Luzern hinüber zur Hofkirche. Der Einsatz der Kanoniere endet schliesslich mit der Fahnenabgabe auf dem Kornplatz.

Zu den Mitgliedern der „Herrgottskanoniere“ zählen ranghohe Vertreter der Schweizer Armee, aber auch Prominente, wie der ehemalige Nationalrat und Kommandant der Schweizer Garde PIUS SEGMÜLLER oder der amtierende Regierungsrat RETO WYSS.

Während des Jahres versammeln sich die Kanoniere gelegentlich zu einem gemeinsamen Gottesdienst. Zu den weiteren Aktivitäten zählen aber auch verschiedene gesellschaftliche und kulinarische Treffen, u.a. mit Alt-Schweizergardisten. Dazu traditionell: Regelmässiges Pistolenschiessen sowie eine Teilnahme am Feldschiessen und am historischen Morgartenschiessen.

Anlässlich eines Titular-Gottesdienstes in der „St.Peterskapelle“ Luzern, geleitet von Stuckipfarrer, Hauptmann LEOPOLD KAISER, wurde ich am 29. Mai als neues Mitglied in die ehrenwerte „Bruderschaft der Herrgottskanoniere“ aufgenommen...

Fotos: Herbert Bitzi
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Dienstag, 17 Mai 2016 17:27

NEIN zur Änderung des Asylgesetzes!

Am 05. Juni entscheiden die Stimmbürger über fünf eidg. Vorlagen. Unter anderem auch über die Änderung des Asylgesetzes. Die "Neue Luzerner Zeitung" veröffentlichte dazu die entsprechenden PRO- und CONTRA- Positionen. Nationalrat und CVP-Präsident, GERHARD PFISTER vertritt die PRO-Position und ich die CONTRA-Seite.

 

 

     
 

Braucht es die Asylgesetz-Revision? 

 

 

 

Es gibt kaum ein neues Gesetz, welches für die Bevölkerung nur Vorteile bringt. Meistens handelt es sich um einen Kompromiss. Die Frage stellt sich deshalb für mich: Was überwiegt in diesem revidierten Gesetz – die Vorteile oder die Nachteile?

 

Kostenlose Rechtsberatung, die sogenannten «Gratisanwälte» für Asylsuchende, stellen eine Ungleichbehandlung gegenüber Schweizer Bürgern dar. Dazu stossen die geplanten Enteignungen wegen Asylbauten auf breiten Widerstand. Die Gemeinden fürchten eine künftige Entmachtung, weil der Bund selber direkt Bauvorhaben prüfen und bewilligen will. Und der Hauseigentümerverband (HEV) äussert auch grosse Bedenken.

 

Immer mehr muss sich der Bundesrat den Vorwurf gefallen lassen, dass er Ausländer besser behandelt als seine eigene Bevölkerung. Dieses Gesetz bestätigt leider die Befürchtungen in diese Richtung.

 

Bekanntlich erlebte ich meine Jugend im sozialistischen Regime der Tschechoslowakei, bevor ich in die Schweiz kam. Enteignungen waren in diesem totalitären System damals üblich. Deshalb bin ich hier persönlich sensibilisiert. Ich glaubte, als ich in die Schweiz übersiedelte, ich hätte dieses Unrechtssystem endgültig hinter mir gelassen. Doch weit gefehlt. Im Rahmen der Asylgesetzrevision sind Enteignungen von Schweizer Bürgern wegen Asylbauten vorgesehen. Das ist für mich Sozialismus in Reinkultur.

 

Ich sage deshalb Nein zu Enteignungen, Asylbauten und Gratisanwälten – Nein zur Asylgesetzrevision am 5. Juni.

 

Und noch etwas: Ein Urnengang ist ein wichtiger Bestandteil Ihrer bürgerlichen Rechte. Die ganzen Diskussionen um ein Thema nützen nichts, wenn Sie nicht zur Abstimmung gehen! Denn wer nicht mitbestimmt, über den wird bestimmt!

 

 

 

 

Hier die PDF-Datei zum anklicken: asylgesetz.pdf

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Mittwoch, 04 Mai 2016 20:15

Ein herzliches "DANKESCHÖN!"

 
 
Wie ich zu Jahresbeginn auf meiner Webseite ankündigte habe ich mich entschlossen, für den Einwohnerrat Kriens zu kandidieren. Ich möchte mich unbedingt in meiner Wohngemeinde einbringen und gemeinsam mit den anderen Parteien die Zukunft unserer Gemeinde gestalten. Es gilt, für die anstehenden Probleme in der drittgrössten Gemeinde des Kantons, mit rund 28'000 Einwohnern, gute Lösungen zu finden.
 

Die Ausgangslage für die Wahlen war schwierig: 108 Kandidaten aus verschiedenen Parteien traten an, darunter die Bisherigen. Dazu wurde der Einwohnerrat von 36 auf 30 Sitze verkleinert. Es fallen also sechs Sitze weg und man ging davon aus, dass die grossen Parteien dadurch je zwei Sitze verlieren. Ich war deshalb auf alles vorbereitet...

Umso grösser war meine Überraschung, dass ich nach Auszählung aller Stimmen bei der SVP an erster Stelle lag! Die Freude war überschwenglich, denn für mich ist diese Wahl in den Einwohnerrat ebenso wichtig, wie die Wiederwahl in den Nationalrat letzten Herbst!

Die Parteistrategen haben übrigens ausgerechnet, dass auch die SVP zwei Sitze verloren hätte, wie CVP und SP. Aber dank der Tatsache, dass ich viele Stimmen von anderen Parteien erhielt (Panaschierstimmen) konnte die SVP einen Sitz retten. Damit blieb es bei einem einzigen Sitzverlust.

Meine politischen Schwerpunkte im Einwohnerrat sind eine Verbesserung der Standort-Bedingungen für Gewerbe und Unternehmen, mehr Sicherheit für die Bürger und eine eigenständige Gemeindepolitik. Die vielen Sympathien, welche mir auch von anderen Parteien nach Bekanntgabe der Wahlresultate entgegengebracht wurden sind ein gutes Omen und eine gute Grundlage für eine kreative Zusammenarbeit im Einwohnerrat. Ich freue mich darauf!

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