Montag, 12 Dezember 2016 17:16

Krankenkassenprämien: QUO VADIS?

Die Krankenkassen-Prämien steigen und steigen unaufhörlich, von Jahr zu Jahr. Wenn ich mit Menschen spreche höre ich immer wieder, dass die Krankenkassenprämien neben dem Mietzins und den Steuern die höchsten Ausgaben für einen Haushalt darstellen. Und es ist kein Ende abzusehen. Woran liegt das?

Ärzte, Krankenkassen, Spitäler, die Pharmaindustrie: Allen geht es gut und sie wünschen deshalb keine Änderung der bestehenden Situation. Und alle haben im Parlament in Bern eine Lobby,- nur der Prämienzahler nicht!

Aber auch wir, die Prämienzahler, sind an der Situation nicht ganz unschuldig. Warum? Wir suchen bei jeder kleinen Unpässlichkeit sofort den Arzt oder sogar das Spital auf. Wir wollen alle das ganze „Programm“: Das beste Spital, die beste Betreuung, die neuesten Untersuchungs- und Behandlungsmethoden und natürlich die besten Ärzte. Das hat seinen Preis!

Und dann gibt es noch die Tatsache, dass zu viele Eingriffe stationär durchgeführt werden, welche auch ambulant erledigt werden könnten. Die Krankenversicherer müssten nach dem KVG die Wirtschaftlichkeit einer Behandlung überprüfen und ungerechtfertigte Rechnungen zurückweisen. Dazu gehört auch die Kontrolle, welche Behandlungen ambulant oder stationär durchgeführt werden. Lt. Gesundheitsdirektor GUIDO GRAF (CVP Luzern) hat die Beratungsfirma „PricewaterhouseCoopers“ errechnet, dass sich allein mit dieser Massnahme eine Milliarde Franken einsparen liesse! Funktioniert diese Kontrolle der Krankenversicherer nicht, muss die Politik tätig werden. Ich habe mich deshalb entschlossen, eine entsprechende Motion einzureichen, in welcher der Bundesrat beauftragt wird dafür zu sorgen, dass die Kriterien der Wirtschaftlichkeit, der Zweckmässigkeit und Wirksamkeit, die im KVG verankert sind, konsequent eingehalten werden.

Wir müssen endlich die Krankenkosten in den Griff bekommen damit die Prämien nicht noch weiter ansteigen. Doch es liegt im Gesundheitsbereich vieles im Argen. Wenn ich höre, dass in einer Reha-Klinik für den Patient Fr.1'200.—für eine Übernachtung verrechnet wird und für einen Krankenkassenwechsel hohe Prämien ausbezahlt werden muss ich sagen, dass in unserem „Gesundheitssystem“ einiges nicht mehr stimmt. Das muss sich ändern, denn was die Gesundheitskosten anbelangt, stehen wir jetzt schon nach den USA weltweit an zweiter Stelle. Leider gehen zudem Kosten und Qualität im Schweizer Gesundheitswesen nicht immer Hand in Hand. Der Preisüberwacher STEFAN MEYERHANS schreibt, dass sich nach einem OECD- Ländervergleich die Schweiz in Sachen Behandlungsqualität nur im Mittelfeld bewegt. Auch da gibt es noch einiges zu tun...

Freigegeben in Archiv
Sonntag, 06 Dezember 2015 10:47

ALTERSMESSE LUZERN: Ein voller Erfolg!

ALTERSMESSE LUZERN: Ein voller Erfolg!

10'000 Besucher, über 40 vielbeachtete Referate und Veranstaltungen, Sonderschauen und ein feines Unterhaltungsprogramm mit WILLI VALOTTI (und ALDERBUEBE) die „Luzerner Ländler-Band“ mit CLAUDIA MUFF und der Ländlerkapelle CARLO BRUNNER. Dazu gegen 90 Aussteller und Partner. Die Messe stand unter dem Leitsatz: „Für ein selbstbestimmtes, lustvolleres und längeres Leben“. Die Veranstaltung entsprach einem echten Bedürfnis und war ein voller Erfolg!
Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Altersmesse in Luzern, vom 11.bis 13. November 2016!


Bild: Y.E. mit Regierungsrat GUIDO GRAF. Beide sind Mitglieder des Patronatskomitees.

(Foto Heinz Steimann)

Freigegeben in Archiv
  • Bundesratswahl – Richtungswahl?
    Bundesratswahl – Richtungswahl? Bundesratswahl – Richtungswahl? Über die letzten Bundesratswahlen wurde schon viel berichtet. Trotzdem noch eine Schilderung aus meiner Sicht, als gewählte Stimmenzählerin…
  • Frau Leuthard: Gute Idee, aber so nicht!
    Frau Leuthard: Gute Idee, aber so nicht! Frau Leuthard: Gute Idee, aber so nicht! Bundespräsidentin DORIS LEUTHARD propagierte gestern gegenüber ausländischen Medien-Korrespondenten die Schweiz sei bereit, in der…
  • Mitglied im Büro Nationalrat
    Mitglied im Büro Nationalrat Mitglied im Büro Nationalrat Am Anfang meiner politischen Tätigkeit in Bern war es nicht einfach, mich im Bundeshaus zurecht zu finden.…
  • Neu: Kolumnen!
    Neu: Kolumnen! Neu: Kolumnen! Wenn Sie sich für Sport interessieren, kennen Sie vermutlich auch den Bestseller aus dem „Orell- Füssli“- Verlag, von Mentalcoach…
  • Sommer- Impressionen
    Sommer- Impressionen Sommer- Impressionen... Es gibt arbeits- intensive Zeiten, wo man kaum zur Ruhe kommt. Eine solche habe ich hinter mir, denn durch…